Entstehung der Medikamentenpreise

Krankenkassen Prämien steigen

Die Krankenkassen berufen sich oft auf die steigenden Medikamentenpreise in der Schweiz, dass dies ein Grund wäre, warum die Versicherungsprämien stetig ansteigen.

Doch wer legt denn die Preise der Medikamente in der Schweiz fest? Ist das irgendein Manager der Pharma wie zum Beipsiel  Dr. Severin Schwan welcher einfach mal ein paar Fränkli mehr für seinen Mercedes benötigt?
Oder gibt es da eine Regelung, wie die Medikamentenpreise in der Schweiz festgelegt werden?

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Kassenpflichtige Medikamente stehen auf der Spezialitätenliste (SL) welche durch staatliche Preiskontrolle festgelegt wird.

Die Pharma kann ihren eigenen Herstellungspreis für rezeptpflichtige Medikamente dem BAG bekannt geben, darf damit aber noch nicht in der Schweiz verkaufen.
Das BAG prüft die Wirksamkeit der Medikamente. Und basierend auf Vergleichen mit Auslandspreisen und ähnlichen Medikamenten (TQV) wird der Verkaufspreis ermittelt. Auch wird ein therapeutischer Quervergleich wird herbeigezogen. Dann legt das BAG den definitiven Verkaufspreis für die Schweiz von rezeptpflichtigen Medikamenten fest.
Dieser Vorgang erfolgt alle drei Jahre und unterliegt einer obligatorischen Preisüberprüfung.

Die Pharma kann den vom BAG festgesetzten Preis akzeptieren oder den Vertrieb in der Schweiz einstellen. Dies bewirkt, dass
die Pharma die Schweiz nicht mehr als Erstes beliefern kann und möglicherweise ein Lieferengpass entstehen kann.

Fazit der Medikamentenpreise

Wenn wir die Preise mit dem europäischen Ausland vergleich und das unter Berücksichtigung der Kaufkraft des jeweiligen Landes betrachten, dann sind, die Kaufkraft bereinigten Medikamentenpreise in Europa identisch.

Ein Medikamentenpreis Vergleich für Herzmedikamente steht unter medikamenten preise vergleichen zur Verfügung.

In der Schweiz sind Mengenrabatte für Preise im Moment im Gespräch.

In Thailand kann man einzelne Blister, anstelle einer ganzen Packung kaufen. Das wäre aus meiner Sicht auch für die Schweiz eine gute Idee, um die Krankenkassenprämien zu senken.
Das Argument des Apothekerverbands, dass eine geöffnete Packung um einen Blister zu entfernen problematisch wäre, halte ich für eher ein Organisationsmangel der Apotheken.